Der Fischereiverein Wegscheid ist ganz besonders stolz, einen Teil des Michelbachs über eine gesamte Wegstrecke von ca. zehn Kilometern hegen und pflegen zu dürfen. Er entspringt am Dreisesselberg, fast an der Grenze zum benachbarten Böhmen und durchfließt eine typische Mittelgebirgslandschaft, deren Schönheit in so mancher Naturschilderung Adalbert Stifters verewigt wurde. Das sauerstoffreiche, klare, sehr sichtige Wasser bietet ideale Lebensbedingungen für Bachforellen, Saiblinge, Rutten, Bachneunaugen, Edelkrebse und einer Vielzahl von Fischnährtieren.

Der untere Bereich der Strecke ist, bei einer Breite von bis zu sechs Metern, geprägt durch weite Mäander, tiefe Gumpen und ruhig fließende Flussabschnitte. Hier kann der Fliegenfischer den gut abgewachsenen Äschen nachstellen. Leider dezimierte der wieder in großen Populationen eingebürgerte Fischotter die Äschenbestände sehr stark. Zwischen Mündung Gegenbach und Finsterbach bildet die Große Michel die Grenze zu Österreich. Dank der ausgezeichneten Zusammenarbeit mit der oberösterreichischen Landesbehörde und des Abtes von Stift Aigen-Schlägl konnte der österreichische Uferabschnitt angepachtet werden.

Nach Ende der Strecke wird aus dem Michelbach die Große Mühl. Diese nimmt ihren Lauf durch das Mühlviertel und mündet nördlich von Aschach in die Donau.